Chancen der Corona-Krise – einige Gedanken und Anregungen 13.3.2020

Wolfgang und Katharina Bossinger Statement zur Absage bzw. der Verschiebung der Singing Planet Night in Köln 13.3.2020 und des Workshops 14.3.2020:

 

Liebe Freundinnen und Freunde unseres wunderbaren lebendigen Planeten Erde,

wir möchten hier einige Gedanken und Anregungen äußern, warum die Singing Planet Night und unser Workshop Sing for Mother Earth in Köln verschoben wurden.

Vorab möchten wir anregen, trotzdem heute und in nächster Zeit für die Erde zu singen. Unter folgenden links findet ihr einige Lieder und Chants für die Erde (sowohl Aufnahmen von Liedern von uns zum Anhören und Mitsingen, wie auch Noten und Texte zur freien Verfügung)  https://www.singingformotherearth.de/singen/lieder-für-die-erde/

 

Das ökologische Bewusstsein und die Selbstheilungskräfte unseres Planeten Erde zu fördern ist ein wichtiges und langfristiges Anliegen – Deswegen wird es bald einen neuen Termin für die Singing Planet Night in Köln geben!

 

Warum aber geschah die Verschiebung der Nacht und des Workshops:

  • Dies geschah relativ kurzfristig (aufgrund der schnellen aktuellen Entwicklungen), schweren Herzens und nach Abwägung verschiedener Optionen und nicht aus Angst und Panik heraus, sondern aus einer Haltung von Solidarität und Mitgefühl mit älteren und gesundheitlich gefährdeten Menschen. Wir sehen in der Corona-Krise überhaupt die Chance, dass gesellschaftlich, anstelle von Werten wie Gewinnorientierung, Profitdenken, Egoismus, usw. eine Haltung von Solidarität, Wertschätzung, Mitgefühl für ältere Menschen wachsen kann. Indem wir auf die Veranstaltung verzichteten, entschieden wir uns dafür, dazu beizutragen mögliche Neuinfektionen zu verhindern und mit dazu beizutragen, dass das Gesundheitssystem längerfristig in der Lage ist schwere Corona-Fälle weiterhin zu versorgen.

Wir sehen auch in ökologischer Hinsicht viele Chancen für einen Bewusstseinswandel in der Coronakrise:

  • Der Virus hat sich höchstwahrscheinlich durch einen Fischmarkt in Wuhan verbreitet, auf dem illegal Wildtiere gehandelt und auf engstem Raum in Käfigen gehalten werden, was zu einer wechselseitigen Verbreitung von Viren unter den Tieren führt. Wie schon in früheren Fällen springen Erreger dann auf Menschen über. Weitere Infos hierzu https://blog.wwf.de/corona-virus-tiere/   Hier wird deutlich, dass weltweit ein ethisch verantwortlcher Umgang mit Tieren dringend gefordert ist. Ebenfalls muss die Massentierhaltung und der exzessive Einsatz von Antibiotika gestoppt werden, der als Nebenwirkung zu einem vermehrten Auftreten Antibiotika-resistenter Keime führt. Dies führt auch dazu, dass Antibiotika in der Behandlung von Krankheiten beim Menschen immer weniger wirksam sind. Mittlerweile sterben nach einer 2018 durchgeführten Studie der europäischen Seuchenschutzbehörde ECDC jährlich etwa 33.000 Menschen in Europa durch multiresistente Keime. Es ist anzunehmen, dass die massenhaften Antibiotikagaben in der Massentierhaltung einen wesentlichen Anteil hieran haben.
  • In chinesischen Städten ist die Luftverschmutzung deutlich zurückgegangen wie NASA-Luftaufnahmen zeigen. Auch hierin zeigt sich eine Chance ökologisch genauer zu hinterfragen, wie viel Flug- und Autoverkehr wirklich nötig ist und ob nicht zumindest ein Teil davon durch ÖPNV, Skype-Konferenzen und Ökotechnologien ersetzt werden kann. 
  • Auch in medizinisch-gesundheitlicher Hinsicht eröffnen sich neue Chancen: Statt nur zu verzichten und Hygienemaßnahmen zu betreiben (die wichtig sind), sollte auch grundsätzlich zu gesundheitsfördernden Verhalten mehr ermutigt werden, welches das Immunsystem stärkt. Hierzu zählt gesunde Ernährung (wenig Fleisch, vegetarisch oder vegan) mit hochwertigen Bio-Nahrungsmitteln, viel Bewegung und Aufenthalte in der Natur (z. b. Waldbaden, Wandern) und im Freien, Singen, Meditation usw.
  • Es geht grundsätzlich für die Menschheit jetzt darum, den Übergang zu schaffen – von einem narzisstischen Anthropozentrismus hin zu einem Ökozentrismus. Es geht also darum, wegzukommen von einer Haltung, bei der der Mensch, völlig losgelöst und unverbunden um sich selbst und seine eigenen Bedürfnisse kreist und dabei die Erde als Ressourcenlager, das beliebig ausgeplündert werden kann, betrachtet. Dies mit dem Ziel zu einem Ökozentrismus zu finden, in dem die Erde das Zentrum des Lebens bildet, in dem wir unsere Teilhabe und Verbundenheit mit der gesamten Ökosphäre wieder fühlen und erkennen, und dazu beitragen, das Leben auf diesem Planeten zu mehren, zu pflegen und ihm zu dienen. 

 

unterstehende Veranstaltungen fallen leider aus!


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Flyer Singing Planet Night in Köln 13.3.2020
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Workshop Sing for Mother Earth

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Flyer Workshop Sing for Mother Earth - K. & W. Bossinger 14.3.2020
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